Nun machen sich die Forscher Sorgen, dass der Vulkan irgendwann ausbrechen könnte. Deshalb haben sie die sicherheitshalber auch schon einmal die Warnstufe erhöht.
Detlef Reepen aus der WDR-Wissenschaftsredaktion erklärt euch mehr über den Supervulkan:
Was ist ein Supervulkan?
Bevor ein Vulkan ausbrechen kann muss er sich erstmal mit Lava füllen. Aus einer Wasserpistole kann man ja auch nur schießen, wenn man vorher Wasser reingefüllt hat. Bei einem Vulkan kommt die Lava, die heißt zu diesem Zeitpunkt noch Magma, aus der Tiefe des Erdballs. Sie fließt in die Magmakammer- unter dem Vulkan. Dabei hebt sich die Erde in der gesamten Gegend.
Magmakammern sind meist nicht nur so groß wie ein Fußballfeld, sondern so groß wie eine Millionenstadt - oder größer! Wenn man dort auf der Erde steht, dann würde man das Heben der gesamten Gegend gar nicht merken. Aber die Vulkanforscher haben Geräte dort aufgestellt, die das ganz genau messen können. Und dabei herausgefunden: der Supervulkan bei Neapel hebt sich jeden Monat um 3 Zentimeter.
Ausbruch ist nicht sicher
Das ist normalerweise ein sicheres Zeichen: dieser Vulkan bricht bald aus. Aber es gibt ein kleines Fragezeichen: denn gerade dieser Vulkan bei Neapel hat sich vor 50 Jahren schon mal so stark aufgebläht- und hat dann gar keine Lava gespuckt.
Die rotglühende, flüssige Gesteinsmasse muss damals aus der Magmakammer wieder tief in die Erde zurückgeflossen sein. Weil man aber auch mit noch so viel Technik nicht herausfinden kann, was der Vulkan wirklich vorhat, haben die italienischen Behörden erstmal Alarm gegeben. Vorsichtshalber.
Stand: 29.01.2013, 15:40 Uhr
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