Was macht der Bundesrechnungshof?
Haben deine Eltern schon mal gesagt, dass man sparsam mit seinem Geld umgehen soll? Auch der Staat hat einen solchen Kontrolleur - den Bundesrechnungshof. Mehr lesen
Jedes Jahr veröffentlicht der Bundesrechnungshof einen Bericht. Darin steht oft, dass der Staat Geld verschwendet - also falsch ausgibt. Der Bundesrechnungshof ist eine Behörde, bei der die Angestellten kontrollieren, wofür der deutsche Staat Geld ausgibt. Das Geld bekommt der Staat von seinen Bürgern, die regelmäßig einen Teil ihres Lohns an den Staat abgeben müssen. Diese Abgaben nennt man Steuern. Das Geld braucht der Staat, weil er viele Dinge bezahlen muss - wie den Bau von Straßen oder Schulen.
Steuergelder: sinnvoll genutzt oder verschwendet? Die Mitarbeiter des Rechnungshofs kontrollieren, ob ein neu gebauter Tunnel auch wirklich genutzt wird und sich der Bau gelohnt hat. Da aber nicht alle Ausgaben überprüft werden können, weil es zu viele sind, erhalten die Prüfer Hinweise von Bürgern, wo etwas schief laufen könnte. Wenn die Experten mit der Prüfung fertig sind, schreiben sie einen Bericht. Der aktuellste Bericht wurde gestern vorgestellt. Eine kuriose Verschwendung haben die Prüfer bei einer Bundesanstalt festgestellt. Dort verfügen die 1800 Beschäftigten über viel mehr Computer, als eigentlich gebraucht wurden. Es gibt dort 2550 Computer, die gar nicht genutzt werden und einfach nur herumstehen. Ein anderes Beispiel ist die Bundeswehr, die viel zu viel Medikamente für ihre Soldaten herstellen lässt. Die ungenutzte Sonnencremes, die Nasensprays und Lippenschutzstifte liegen im Lager herum und müssen am Ende weggeworfen werden, weil sie zu alt geworden sind. Nach Angaben des Bundesrechnungshof hat der Staat im vergangenen Jahr mehr als eine Milliarde Euro verschwendet.
Stand: 14.11.2012, 14:36 Uhr
© WDR 2013
Offline Artikel Nutzung: