Die Menschen in Deutschland wählen dann die Politiker, die in Berlin im Bundestag sitzen und regieren.
Die Parteien bestimmen zur Zeit ihre Spitzenkandidaten für diese Wahl. Die Spitzenkandidaten führen dann ihre Partei in den Wahlkampf - so wie ein Klassensprecher die Klasse in der Schule vertritt. Bei der Partei der Grünen durften alle Mitglieder der Partei über ihre zwei Anführer abstimmen. Das nennt man Urwahl.
Die Urwahl ist eine Besonderheit
Bei den Parteien läuft es eigentlich so, dass die Spitzenkandidaten von nur wenigen Mitgliedern der Parteien bestimmt werden. Meistens ist es die Führung der Partei, also der Vorstand und das Präsidium. Die Grünen wollten aber, dass nun alle Mitglieder über die Spitzenkandidaten abstimmen.
Du kannst es mit Wahlverfahren an deiner Schule vergleichen. Jede Klasse wählt einen Klassensprecher. Dieser vertritt dann die Klasse auf dem Treffen aller Klassensprecher. Dort wird zum Beispiel auch über den Schulsprecher entschieden.
Es stimmen also nicht alle Schüler über den Schulsprecher ab, sondern nur die Vertreter der Schüler. Da kann es dann auch mal passieren, dass nicht alle Schüler den Schulsprecher toll finden und mit der Entscheidung der Klassensprecher unzufrieden sind und lieber alle wählen wollen.
Eindeutige Entscheidung für Spitzenkandidaten
Die Partei der Grünen will, dass innerhalb der Partei alle mit den Spitzenkandidaten zufrieden sind und sie auch unterstützen. Und darum gab es eben diese Urwahl. Insgesamt haben sich 15 Kandidaten um die zwei Spitzenplätze beworben. Sie haben sich bei den Mitgliedern vorgestellt und die konnten ihnen Fragen stellen. Danach wurde dann abgestimmt. Alle Mitglieder der Partei hatten zwei Stimmen.
Um noch mal bei der Schule zu bleiben: Alle Schüler hätten in diesem Fall den Schulsprecher gewählt. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen führen die Grünen nun in den Wahlkampf. Die beiden heißen Jürgen Trittin und Katrin Göring-Eckardt und von den beiden wirst du in nächster Zeit wohl öfters was hören.
Stand: 12.11.2012, 14:45 Uhr
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