Das war ein schlimmer Tag am Montag für alle Opelaner in Bochum, also für alle Leute, die bei dem Autohersteller Opel arbeiten. Denn da wurde bekannt gegeben, dass 2016 keine Autos mehr im Bochumer Opelwerk gebaut werden und damit das Werk schließen wird.
Lange Geschichte - falsche Entscheidungen
Opel war einmal eine der besten Autofirmen Deutschlands. Das ging bis in die 80er Jahre. Doch dann trafen die Chefs - nicht die von Opel, sondern die von General Motors in den USA, denen Opel gehört - ganz viele falsche Entscheidungen. Die Folge war: Viele Opelfahrer kauften ihr neues Auto nicht mehr bei Opel, sondern bei einer anderen Firma.
Für Opel war das sehr schlecht: Die Fabriken standen teilweise still. Die Arbeiter hatten keine Arbeit. Und Opel machte Riesenverluste. Seit zehn Jahren geht das schon so. Vor gut vier Jahren kam noch ein Problem dazu: Ausgelöst durch die so genannte Finanzkrise hatten die Menschen - vor allem die in Südeuropa - weniger Geld, um Autos zu kaufen.
Jetzt hatten die Fabriken noch weniger zu tun, noch mehr Arbeiter noch weniger Arbeit. Fabriken, in denen weniger produziert wird als möglich ist, Arbeiter, die nicht so viel arbeiten, wie sie können, aber dennoch bezahlt werden müssen - das hat bei Opel noch einmal zu riesigen Verlusten geführt.
Erste Schließungen bei Opel
Vor zwei Jahren wurde dann auch damit begonnen, Opel-Fabriken zu schließen und zwar war als erste die in Antwerpen in Belgien dran. Aber das hat nicht gereicht. Deshalb hatten die Fachleute erwartet, dass mindestens ein weiteres Werk geschlossen werden muss. Das - so haben die Chefs in den USA jetzt entschieden - soll die Opel-Fabrik in Bochum sein.
Das ist ein Werk, in dem früher einmal 20.000 Menschen arbeiteten, jetzt aber nur noch gut 4.000. Ein altes Werk, in dem eigentlich viele Sachen erneuert werden müssten. Viele Fachleute erwarten allerdings, dass das noch immer nicht ausreicht, und dass Opel noch ein weiteres Werk schließen muss.
Stand: 11.12.2012, 15:20 Uhr
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