Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Freitag in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Dabei hat sie die russische Regierung auch kritisiert - vor allem wegen ihres Verhaltens im Fall "Pussy Riot".
Die Musikerinnen der Band "Pussy Riot" hatten im Februar in einer Kirche in Moskau gegen Wladimir Putin protestiert. Sie glaubten nämlich, dass der bei der Wahl zum Präsidenten geschummelt hat.
Keine Meinungsfreiheit in Russland
In Deutschland kann jeder seine Meinung sagen, ohne dafür bestraft zu werden. In Russland ist die Meinungsfreiheit aber nicht so normal wie hier bei uns. Deshalb sitzen zwei der drei Musikerinnen jetzt zur Strafe zwei Jahre lang in einem Straflager. "Das wäre in Deutschland nicht passiert", hat Angela Merkel gesagt.
Politiker seien in Deutschland Kritik gewöhnt
Hier seien es die Politiker gewöhnt, auch mal Kritik einstecken zu müssen. "Wenn ich da immer gleich eingeschnappt wäre, könnte ich keine drei Tage Bundeskanzlerin sein", sagte sie.
Viele Menschen finden die deutlichen Worte der Bundeskanzlerin mutig. Denn Deutschland und Russland haben wichtige Wirtschaftsbeziehungen, das macht es oft ganz schön schwer, Kritik zu üben.
Stand: 17.11.2012, 14:10 Uhr
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